Information und Chronik

Wir freuen uns über Ihr Interesse an der Heimatschutz Kompanie Unterfranken (HSchKp Ufr).

 

Wie der Name es schon sagt – der Schutz unserer Heimat gegen jede Form von äußerer Bedrohung.

Hierzu zählt auch die Katastrophenhilfe, bei der zivile Behörden und Organisationen durch militärische Kräfte in bestimmten Krisenlagen unterstützt werden. 

Somit dreht sich das Rad rund um den Heimatschutz in Deutschland immer weiter.

Neue Erkenntnisse und Konzepte erfordern eine stetige Nachjustierung bzw. Neuausrichtung.

Hier auf unserer Homepage beschreiben wir den Werdegang von der Aufstellung, Benennung bis zur  weiterentwicklung des Heimatschutzes in Bayern/Deutschland.

Der RSU/Heimatschutz Gedanke

 

In Deutschland gibt es seit 2013 insgesamt 30 RSU-Einheiten die dem Heimatschutz dienen. Die Dienstposten werden mit Reservisten besetzt; insgesamt 3000 Frauen und Männer. Innerhalb der Streitkräftebasis sind die Einheiten der Territorialen Reserve unterstellt und werden truppendienstlich vom jeweiligen Landeskommando (hier Bayern) geführt. Verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck auf unserer Website über unsere Vorhaben, Übungen und Einsätze.

 

Im folgenden wird hier die Gründung und der Verlauf des neuen Heimatschutzes aufgezeigt.

Die Freiwilligenarmee und die damit verbundenen, geringeren Umfangszahlen wirken sich nicht nur auf die Präsenz der Bundeswehr in der Fläche, sondern auch auf die Bedeutung der qualifizierten, einsatzwilligen Reservisten für die Bundeswehr aus. Derzeit unterliegen in Bayern noch über 90.000 Reservisten der Dienstleistungsüberwachung (früher Wehrüberwachung). Damit ist die Bedeutung des einzelnen Reservisten für die Bundeswehr nicht nur in dieser Hinsicht deutlich gewachsen. Die Reserve muss in der neuen Struktur mehr leisten und sie wird vielfältiger.


Auf der Basis der 2012 erlassenen Konzeption der Reserve (KdR) sind die bereits erwähnten Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfe mit entsprechenden Aufstiegsmöglichkeiten für die Reservisten entstanden. Im Freistaat Bayern bedeutet dies, straffere Strukturen bei gleichzeitigem Erhalt der Bundeswehr in der Fläche zu schaffen. Aus dieser Notwendigkeit entstand die Idee, die derzeitige Arbeitsgliederung der Reservistenarbeit im LKdo Bayern in die neue Struktur zu überführen. Die neue Struktur hat sich als zweckmäßig erwiesen. Es war der richtige Schritt, um das Kommando zukunftsfähig aufzustellen.

2013 Aufstellungsappell der Fränkischen RSU Kompanien

 

Am Samstag, den 27. April 2013 führte der selbst erst kürzlich in Dienst gestellte „Regionalstab Nord“ in der mittelfränkischen Gemeinde Cadolzburg (bei Fürth) einen Aufstellungsappell durch. Bei dieser Zeremonie im Burghof der Burg Cadolzburg wurden die ersten drei bayerischen „Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien“ (RSUKp) für die Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken aufgestellt.

 

Etwa 500 Reservisten waren bei diesem Appell angetreten. Nicht nur die drei neuen RSU-Kompanien, sondern auch die mittlerweile dem Regionalstab Nord unterstellten fränkischen Bezirks- und Kreisverbindungskommandos waren angetreten.

Ergänzt wurde die Formation durch einen Ehrenzug, den das Kampfhubschrauberregiment 26 „FRANKEN“ aus Roth stellte. Das Heeresmusikkorps 12 aus Veitshöchheim sorgte für den musikalischen Rahmen.

Der hohen Stellenwert den die Bundeswehr den RSU Kompanien einräumt, wurde durch die anwesenden Ehrengäste mehr als deutlich. Auch in Ihren Reden gingen der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung, Herr Christian Schmidt, der Inspekteur der Streitkräftebasis, Vizeadmiral Manfred Nielson und der Kommandeur des Landeskommandos Bayern, Brigadegeneral Johann Berger auf dieses neue und wichtige Konstrukt der RSU Kompanie - im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr - ein.

 

Den Einheitsführern der RSU Kompanien wurden während des Appells ihre neuen Kompaniewimpel überreicht. Um den regionalen Bezug der Kompanien hervorzuheben,  hefteten Vertreter der drei fränkischen Regierungsbezirke jeweils ein Fahnenband ihres Regierungsbezirkes an den Wimpel „Ihrer“ RSU Kompanie.

2019 RSU Kompanie Unterfranken wird dem Landesregiment Bayern unterstellt

(Pilotprojekt bis 2021)

2019 wurden die 3 RSU Kompanien in Franken dem Landesregiment Bayern unterstellt

In Anwesenheit der Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen und dem Ministerpräsidenten des Freistaates Bayern Markus Söder wurde am Samstag, 18. Mai 2019 in Roth, die Indienststellung des Landesregiments Bayern durch den Kommandeur im Landeskommando Bayern, Brigadegeneral Helmut Dotzler, feierlich vollzogen. Das Landesregiment erhält im Rahmen dieses Appells zudem eine eigene Truppenfahne.

Dieser erste und zunächst bis 2021 in der Erprobung stehende neue Verband wird von Oberst d.R. Stefan Berger geführt.

 

Dem Landesregiment Bayern, werden im Rahmen dieses Appells die drei in Ober-, Mittel- und Unterfranken stationierten Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien, unterstellt. 

 

Die Reserve ist ein integraler Bestandteil der Bundeswehr. Mit den globalen sicherheitspolitischen Veränderungen haben sich auch die Aufgaben der Bundeswehr diesen Veränderungen angepasst. Insbesondere dem Schutz von eigenen und befreundeten Streitkräften sowie von Infrastruktur in Deutschland kommt eine besondere Bedeutung zu. Diese Anpassungen wirken sich auch auf die Reserve aus. Deshalb entstand in Zusammenwirken mit dem Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. (VdRBw e.V.) eine Idee mit der Schaffung von Landesregimentern die derzeitigen Strukturen der territorialen Reserve und damit eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit zu überprüfen.

 

Die Streitkräftebasis der Bundeswehr mit dem Landeskommando in Bayern führt in Kooperation mit dem Reservistenverband seit dem 1. April 2019 in Bayern dieses auf zwei Jahre geplante Pilotprojekt durch.

 

Der Auftrag:

Die RSU Kompanien unterstützen die Streitkräfte bei Wach- und Sicherungsaufgaben von Liegenschaften, Anlagen und Einrichtungen der Bundeswehr. In Katastrophenfällen oder Terrorlagen von katastrophalem Ausmaß können die RSU-Kräfte auch für subsidiäre Hilfeleistungen angefordert werden. Die fränkische RSU-Kompanie wird bei ihren Vorhaben vom Logistikbataillon 467 unterstützt.

2021 RSU Kompanie Unterfranken wird Heimatschutzkompanie Unterfranken (4./HSchRgt 1)

Die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanien werden ab dem 1. August 2021 umbenannt in Heimatschutz-Kompanien. Die Zahl der Heimatschutzkompanien soll von 30 auf 42 aufwachsen. Es werden jeweils eine Unterstützungskompanien und Stabs-und Versorgungskompanie, dazukommen.

Für die Aufgaben der Versorgung und Unterstützung der Regimentsführung werden Reservistinnen und Reservisten gesucht, die noch in keiner Beorderung sind.

Das Heimatschutzregiment 1 in Bayern besteht derzeit aus folgenden Kompanien:

  • Stabs- und Versorgungskompanie (1.Kp)
  • Unterstützungskompanie (2.Kp)
  • Ausbildungskompanie (3.Kp)
  • HSchKp Unterfranken (4.Kp)
  • HSchKp Mittelfranken (5.Kp)
  • HSchKp Oberfranken (6.Kp)
  • HSchKp Niederbayern (7.Kp)
  • HSchKp Oberpfalz (8.Kp)
  • HSchKp Schwaben (9.Kp)
  • HSchKp Oberbayern (10.Kp)
  • HSchKp Ingolstadt (11.Kp)
  • San Staffel Einsatz (12.Kp)

Bis 2025 sollen die Heimatschutzkompanien unter die Führung von fünf Heimatschutzregimentern gestellt werden, und zwar in Berlin, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen.

Mit dieser Aufstellung stärken wir die Widerstandsfähigkeit unseres Landes gegenüber Krisen und Katastrophen.

2024 Unser eigenes Kompanie-Wappen wurde genehmigt (4./HSchRgt 1 aus Volkach)

I. Blasonierung

Ein Dreiecksschild in Schräglinksteilung ohne hervorgehobene gerade Trennungslinie. Rechtes Feld in Jägergrün, linkes in Gold, Borde in Silber beidseitig Schwarz gesäumt.

 

Das rechte Feld ist belegt mit einem silber-blau gerauteten Dreiecksschild mit goldenem Bord, angelehnt an das kleine Wappen des Freistaats Bayern. Aufgesetzt darauf das Eiserne Kreuz.

 

Das linke Feld ist belegt mit einem fletschenden Wolfskopf, ausgeführt in den Farben Schwarz, Gold sowie Gebiss und Auge in Silber.

 

Die Schildteilung mittig schwebend überdeckend wird eine Franziska (fränkische Wurfaxt) in Schwarz und Silber dargestellt.

 

Die gedeckte Version ist ausgeführt in den Farben Schwarz, Gelbgrün, Jägergrün und Schiefergrau.

 

 

 

II. Symbolik und Bedeutung

Die Schildfarbe des rechten oberen Feldes Jägergrün gibt einen Hinweis auf den infanteristischen Auftrag der HSchKp Unterfranken. Die Farbe Goldgelb des linken unteren Schildes steht für den Anspruch der Angehörigen der Kompanie, immer nach dem Besten zu streben. Zusammengenommen ergeben beide Farben die Farbkombination des Baretts der Jägertruppe der Bundeswehr. Dies soll die Kompanie in die Tradition der Jägertruppe stellen, welche bereits 1813, im Schwerpunkt aber in der Heeresstruktur IV der Bundeswehr, maßgeblich und heimatraumnah die Einheiten des Heimatschutzes stellten. Exemplarisch hierfür steht das ehemals im unterfränkischen Raum beheimatete nichtaktive Jägerbataillon 761 „Fränkische Jäger“, welches den Heimatbezug und die zeitliche Kontinuität des Schutz- und Sicherungsauftrages für die Soldaten der Kompanie herstellen soll. Von dessen Kopfbedeckung sind die Farben entlehnt.

 

Auf grünem Grund findet sich ein Dreieckschild, rautengefüllt in den bayerischen Farben Silber und Blau, auf welchen das eiserne Kreuz der Deutschen Bundeswehr gelegt ist. Dies weist die Kompanie als Einheit des Heimatsschutzregiments 1, vormals Landesregiment Bayern, aus.

 

Über goldenem Grund schwebt ein schwarzer, golddurchbrochener fletschender Wolfskopf[1] mit silbernem Auge und gefletschtem Gebiss. Dieses Wildtier steht mit den ihm zugeschriebenen Eigenschaften einerseits für den Anspruch an den einzelnen Heimatschützer, andererseits für den Geist der Kompanie als Ganzes: Unser Jäger - als Einzelschütze durchsetzungsfähig, willensstark und überlebensfähig - ordnet im Kompanieverbund seine Eigeninteressen der unbedingten Zielerreichung der gesamten Einheit unter – ungeachtet seines eigenen Wohles, so wie der Wolf in seinem Rudel.

 

Die schräg mittig schwebende, wie zum Wurf bereite, schwarz-silber gehaltene Franziska (fränkische Wurfaxt) war eine frühmittelalterliche Infanteriewaffe, die nach den sie hauptsächlich nutzenden Franken benannt wurde. Sie steht einerseits für Stärke und Ehre des Kriegers, der sie führen durfte, andererseits gibt sie einen Hinweis auf die Herkunft der Mehrzahl der Soldaten der Kompanie, nämlich das Frankenland. Im in die heutige Zeit übertragenen Sinn gemahnt sie somit die Kompanieangehörigen an Ihren Eid, nämlich durch ihren Dienst auch schon im Frieden „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des Deutschen Volkes tapfer zu verteidigen“. Sie ist mithin ein Symbol des Eides der Soldaten der Kompanie, eine Mahnung zum Eintreten für die wehrhafte Demokratie.

Die silberne (weiße) Bordierung ist der gleichfarbigen Umrandung des Verbandsabzeichens des Territorialen Führungskommandos der Bundeswehr und seiner unterstellten Einheiten entlehnt und weist damit die Kompanie als Teil dieses Kommandos aus.

 

III. Farbgebung

farbige Version

 

gedeckte Version

Jägergrün

RAL 6029

 

Schwarz

RAL 9011

Zitronengelb

RAL 1018

 

Jägergrün

RAL 6029

Schwarz

RAL 9011

 

Gelbgrün

RAL 6018

Weiß

RAL 9001

 

Schiefergrau

RAL 7015

Himmelblau[2]

RAL 5015

 

 

 

 

[1] Eigenentwurf und Zeichnung eines Kompanieangehörigen

[2] für das Bayerische Staatswappen

 

Wir freuen uns über 

Besucher

Druckversion | Sitemap
© by RY 2017

E-Mail

Anfahrt